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​Unter der Rubrik Kaffee Klatsch laden wir Sie ein. Wir haben leckeren Kuchen von der Goldbergstube und den guten Schamong Kaffee. In netter Plauderatmosphäre reden wir über Gott und die Welt. Das Beste aus dem Kaffee Klatsch geht dann über den Sender. Haben Sie Lust bei uns zu sein? Schreiben Sie einen Kommentar, oder eine Mail an redaktion @antennepulheim.de Stichwort Kaffee Klatsch. Der Kaffee Klatsch wird unterstützt von der GVG, Meine Energie.
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Manuel Zeh

Der KaffeeKlatsch

Der Samstag mit Iris von 09 bis 13 Uhr

Jeden Sonntag von 09-12 Uhr und am Montag von 19-22 Uhr mit Alex Tauscher

BAYERISCH-SCHWABEN – STADTHUPFERL TOUR ZWISCHEN AUGSBURG UND NÖRDLINGEN

Bild: Fouad Vollmer / Feuer & Flamme – Die Agentur 

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher auf eine Stadthupferl-Tour durch Bayerisch-Schwaben. Freuen Sie sich auf Augsburg als Schwaben-Metropole und andere kleinere oder größere Stätdchen im Westen des weiß-blauen Freistaates. Welche kulturhistorische Verbindund es von hier nach Baden-Württemberg gibt, erklärt uns zu Beginn der Sendung Ute Rotter vom Tourismusverband Allgäu-Bayerisch-Schwaben. Durch das UNESCO-Welterbe „Historisches Wassermanagement-System“ führt uns Katja Friedlmeier von der Region Augsburg Tourismus GmbH. Sie spricht auch über die Bedeutung des Augsburger Religionsfriedens. Die Geschichte der Fuggerei in dieser Stadt rollt  Jakob Fugger auf. Wir sind hier zu Gast bei einer Bewohnerin dieser ältesten noch bestehenden Sozialsiedlung der Welt. Über schwäbische Biertradition sprechen wir mit Sebastian Priller-Riegele, dem Chef des Augsburger Brauhaus Riegele. Er betreibt dieses Traditionsunternehmen in 28. Generation. Dass Günzburg mehr zu bieten hat als das Legoland, beweist uns Richard Denk beim Rundgang durch dieses geschichtsträchtige Städtchen. In Lauingen legen wir den Fokus auf das Lebensmittelhandwerk und schauen uns die Bäkerei “Himmelbäck” an. Seniorchef Jürgen Lenzer spricht über dieses Familienunternehmen. In Lauingen legen wir eine kurze Rast ein. Über einen riesen Asteroiden-Einschlag und ein süßes Storchen-Pärchen sprechen wir in Oettingen, im Norden des Geoparks Ries. Karl Huber zeigt uns die Fachwerk- und Barockfassaden sowie das Fürstliche Residenzschloss. Schließlich erreichen wir Nördlingen und besteigen als Höhepunkt den 90 Meter hohen Turm der St. Georgs-Kirche. Tümer Horst Lenner erinnert an eine Katze, die jahrelang als Angestellte im Dienst der Stadt tätig war. Viel Spaß mit kleinen und großen Geschichten in Bayerisch-Schwaben! 

Wir sind heute dort, wo es im weiß-blauen Freistaat schon ziemlich nach Ländle klingt. Es geht es also nach Bayerisch-Schwaben im Westen Bayerns. Diese Region wird von Franken im Norden, der Schwäbischen Alb im Westen, dem Allgäu im Süden und Oberbayern im Osten eingerahmt. Politisch gehört die Region zum Freistadt Bayern. Früher hatte sie mit dem heutigen Schwaben innerhalb von Baden-Württemberg einen größeren gemeinsamen Kultur- und Sprachraum gebildet. Später haben sich Grenzen verschoben und durch die Neuordnung des Königreichs Bayern ist Bayerisch-Schwaben schließlich bayerisch geworden. 

Hier erkunden wir eine große Stadt und etliche mittlere und kleinere Städtchen.  Wir werden in die Geschichte eintauchen und erfahren auch, welche Tradition das Handwerk hier lebt. So genannte Lauschtouren ermöglichen es, Bayerisch-Schwaben auch ohne eigenen Guide über eine App näher kennenzulernen. Bevor wir die Hauptstadt des Regierungsbezirks Schwaben, Augsburg kennenlernen, gibt uns Ute Rotter vom Tourismusverband Allgäu-Bayerisch-Schwaben einen Überblick über die Region. 

Ute Rotter nennt auch ein paar der typischen kulinarischen Gerichte in Bayerisch-Schwaben. 

Wir starten unsere Stadthupferl-Tour in Augsburg.  Mit 300.000 Bewohner und ist damit die drittgrößte Stadt in Bayern. Es ist eine Welterbestadt mit Relikten aus der Römerzeit und der berühmten Fuggerei. Hier stehen Renaissancebauten und man findet das UNESCO-Welterbe „Historisches Wassermanagement-System“. Augsburg ist einerseits historisch, andererseits jung – denn es ist eine Universität.  Wir folgen mit dem Radioreise-Mikrofon Katja Friedlmeier von der Region Augsburg Tourismus GmbH. 

Mit der über 2.000 Jahre alten Geschichte hat Augsburg viel zu bieten – von den Römern bis hin zur Textilindustrie. Hier wurde der Vater des Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Bertolt Brecht besuchte in Augsburg das Gymnasium. Und der Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555 hat das Selbstverständnis der Stadt zum Frieden entscheidend geprägt.

Jedes Jahr am 8. August feiert Augsburg das so genannte „Hohe Friedensfest“ – eine Tradition seit dem Jahr 1650. Anlass war die Wiedererlangung der freien protestantischen Religionsausübung nach dem Dreißigjährigen Krieg. Zunächst stand das Fest über Jahrhunderte im Zeichen der Konfession. Seit dem 20. Jahrhundert ist es für alle Glaubensrichtungen ausgerichtet. Der älteste Teil der Stadt und die südlichen Viertel liegen auf dem Ausläufer einer Hoch-Terrasse. Augsburg liegt an drei Flüssen: Lech, Wertach und Singold. An Wasser hat´s der Stadt also nie gemangelt. Das Augsburger Wasser-Management-System war damals richtungsweisend. Inzwischen ist es UNESCO-Weltkulturerbe.

Augsburg ist die Fuggerstadt – diesen Begriff hört man immer wieder.  Die Fugger waren eine einflussreiche Kaufmanns- und Bankiersfamilie, die im 15. und 16. Jahrhundert zu einer der reichsten Dynastien Europas aufstieg. Im Jahr 1521 hat Jakob Fugger, genannt auch “der Reiche”, die Fuggerei gegründet – es ist die älteste noch bestehende Sozialsiedlung der Welt. Bedürftige Menschen wohnen dort bis heute für eine ganz niedrige jährliche Kaltmiete. Sophie Dost arbeitet in der Fuggerei. 

 Mit einer Bewohnerin der Fuggerei konnten wir auf dieser Reise sprechen.  Aus verständlichen Gründen wollen wir den Namen der Frau in unserer Sendung nicht nennen. Sie hatte, bevor sie in der Fuggerei einziehen konnte, an einer Krebserkrankung gelitten und musste jahrelang um ihre ohnehin kleine Rente kämpfen. Derzeit leben in der Fuggerei rund 140 Menschen, der Großteil von ihnen sind ältere Damen. Denn die zunehmende Altersarmut trifft Frauen besonders. Für 8 Euro Eintritt kann man die Fuggerei besuchen und dort ein sehr schönes Museum besichtigen, dass das Leben der Menschen dokumentiert.

 

Bayern und Bier sind unzertrennlich. Schon lange vor der Gründung von München stand in Bayerisch-Schwaben eine Hochburg der Braukunst und Kultur,  nämlich in Augsburg.  Bereits 360 Jahre vor dem Erlass des Reinheitsgebots gab es in hier Vorschriften zur Bierqualität. Im Jahre 1156 erließ Kaiser Barbarossa für die Stadt Augsburg das Stadtrecht, in dessen Rechtsverordnung erstmals auch die Qualität des Augsburger Bieres erwähnt wurde. Dieses „Augsburger Reinheitsgebot“ könnte somit das erste der deutschen Bier-Geschichte sein. Wir haben uns im Brauhaus Riegele, Ausgburgs größter Privatbrauerei, ein Glas gegönnt. Sebastian Priller-Riegele betreibt das Brauhaus schon in 28. Generation.

Augsburg zählt mit ungefähr einem Drittel Grün- und Waldfläche heute übrigens zu den grünsten Großstädten in Deutschland. Der Augsburger Stadtwald ist der größte bayerische Auwald und ein beliebtes Naherholungs- und Freizeitgebiet. Gerade in Zeiten des Klimawandels ein großes Plus in puncto Lebensqualität. Wer auf Autobahn zwischen Augsburg und Ulm unterwegs ist, der verbindet mit Günzburg automatisch das Legoland. Es ist großflächig plakatiert.  In diesem Feriendorf sind mehr als 57 Millionen Lego-Steine verbaut. Hier warten elf Abenteuerwelten darauf, entdeckt zu werden. Günzburg punktet aber nicht nur mit der Nähe zu diesem Erlebnispark.  Die mittelalterliche Innenstadt mit einer Fußgängerzone, die durchaus mediterranes Flair erkennen lässt, machen den Charm von Günzburg aus. Günzburg ist Teil des Schwäbischen Barockwinkels, deshalb, weil sich in dieser Gegend besonders viele Barockkirchen befinden, deren Türme meist mit einer Zwiebelkuppel abgeschlossen werden. Richard Denk führt uns durch dieses geschichtsträchtige Städtchen. 

Die Donau ist immer wieder unser Begleiter – auch wenn wir Leipheim erreichen.  Die Altstadt birgt viele verborgene Schätze – vom Schloss aus dem 16. Jahrhundert bis zur fast vollständig erhaltenen Stadtmauer. Wer statt den steinernen Spuren der Geschichte lieber Natur pur genießen will, ist hier auch richtig.  Der Auwald an der Donau oder das Donaumoos sind gut mit dem Rad oder auch zu Fuß zu erkunden. Wir entscheiden uns in dieser Etappe, Leipheim kulinarisch zu entdecken.  Unser Basis-Camp, der Hotel-Gasthof Waldvogl, serviert den Gästen Fleisch und Gemüse aus dem Bauernhof und dem hauseigenen biozertifizierten Garten. Und so führt unsere Tour von hier aus weiter nach Lauingen. Wahrzeichen dieses Städtchens ist der 54 Meter hohe Schimmelturm – ein Wachturm aus dem 15. Jahrhundert – mit einem großen Weitblick über die Region. Auch Lauingen schauen wir uns aus kulinarischer Sicht an und besuchen die Bäckerei “Himmelbäck”. Dieses Handwerksbetrieb blickt auf eine lange Familien-Geschichte zurück, wie uns Seniorchef Jürgen Lenzer erzählt.

Wemding ist unser nächster Stopp auf dieser Reise durch kleine und größere Städte des bayerischen Regierungsbezirkes Schwaben. Wemding liegt am Rand des Ries-Kraters, der durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden ist. 

Es ist ein beliebter Wallfahrtsort mit der kleinen Basilika “Maria Brünnlein”. Jedes Jahr pilgern bis zu 200.000 Menschen zu diesem Ort. Die Stadtpfarrkirche St. Emmeram ist bekannt durch die ungleichen Brüder. Das sind zwei Türme, von denen der Nordturm geradesteht, während der Südturm bis heute geneigt ist.

jeden Freitag und Samstag um 20 Uhr nach den Nachrichten

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